Fernwärme

Der steigende Ausbau von Nah- und Fernwärmesystemen gilt als Indikator für vermehrtes Umweltbewusstsein am europäischen Energiemarkt. Der Einsatz erneuerbarer Energie als Energieträger am Wärmemarkt bedient die sensibilisierte Nachfrage nach umweltschonender Energie, bei gleichbleibender Anforderung nach Versorgungssicherheit und -nachhaltigkeit. Um Letztere auch zukünftig zu sichern, bedarf es langfristiger Planung und Ableitung entsprechender Instandhaltungsstrategien. Rehabilitationsplanung von Fernwärmenetzen wird durch die teils unterirdische Infrastruktur, die sich der direkten Begutachtung entzieht, besonders erschwert. Sowohl die thermische Ausdehnung als auch die Kombination verschiedener Materialien im Rohrsystem wirken sich auf die Alterung der Verlegesysteme aus und bedingen eine professionelle Instandhaltungsplanung im Netzsystem. Für eine vorausschauende Rehabilitationsplanung mit PiReM sind entsprechende Grunddaten des Leitungssystems, optionale Daten aus der Zustandsbewertung und Ausfallsstatistik sowie fundierte Methoden erforderlich. So kann ein Fernwärmenetz in Abhängigkeit der Verlegesysteme und externer Einflüsse, abgestimmt auf das Alterungsverhalten, erneuert werden.

Im Spannungsfeld von Budgetobergrenzen und der geforderten Versorgungsqualität müssen Netzbetreiber ihre Strategien ausrichten. Mit PiReM wurde ein wertvolles Entscheidungshilfesystem zur Auswahl der adäquaten Rehabilitationsstrategie für Verlegesysteme in Fernwärmenetzen entwickelt. Die darin integrierte „Risikoorientierte Instandhaltung“ ist der strategische Ansatz, unter Berücksichtigung der Wichtigkeit und des Zustands eines Instandhaltungsobjekts, eine passende Instandhaltungsstrategie abzuleiten. Durch die Bündelung von einzelnen Instandhaltungsmaßnahmen werden geeignete Instandhaltungsstrategien abgeleitet. Diese können in Abhängigkeit des Risikos, also in Bezug auf Zustand und Wichtigkeit, für definierte Bereiche in PiReM grafisch dargestellt werden. Die Szenarioanalyse ermöglicht den Vergleich mehrerer Instandhaltungsvarianten, die simuliert und dann miteinander verglichen werden. Mit dem Szenarienvergleich gilt es auch verschiedene Abschreibevarianten zu simulieren und abzuwägen. Das praxisnahe Prognosetool berücksichtigt in einer ganzheitlichen Betrachtung Aufwand und Nutzen der Instandhaltung im Fernwärmenetz und bietet somit eine maß- geschneiderte, risikoorientierte Instandhaltung. Erneuerungsstrategien mit PiReM sichern langfristig geringere Schadensraten sowie die Vermeidung eines Investitionsrückstaus für die Instandhaltungsplanung der kostenintensiven Assets. Zudem können mit PiReM die Instandhaltungskosten des Netzes in Abhängigkeit des Risikos zielorientiert eingesetzt und die Versorgungssicherheit erhöht werden. Die Endkunden können somit vor ungeplanten Ausfällen während der Heizperiode bewahrt werden. 

Entscheidungshilfe durch PiReM – Pipe Rehabilitation Management 

  • Risikobewertung auf Basis von Zustand und Wichtigkeit
  • Ableitung der risikoorientierten Instandhaltungsstrategie
  • Erneuerung zum wirtschaftlich optimalen Zeitpunkt
  • Darstellung der Instandhaltungskosten in Bezug auf Wichtigkeit und Zustand
  • Synergien für Multi-Utility Anbieter durch einheitliche Rehabilitationsplanung
  • Know-how Transfer durch spartenübergreifende Rehabilitationsplanung

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